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Bank oder Bundesrepublik?
Bundeswertpapier und Bankbrief
Anlage einer festen Summe für eine feste Laufzeit
Ein Banksparbrief bietet sich zur Anlage einer bestimmten Summe auf bestimmte Zeit an. Die Sicherheit entspricht der eines Sparbuchs, doch liegen die Zinsen höher.
Laufzeit: ein bis zehn Jahre
Mindesteinlage: oft tausend Euro
Man überlege zuvor, ob man das Geld tatsächlich übrig hat, denn es steht während der Anlagezeit nicht zur Verfügung. Zudem vergleiche man mehrere Angebote, um die größten Zinsen (bei ausreichender Sicherheit!) einzuheimsen. Eine Zinsansammlung lohnt sich, da bei ihr der jährliche Zins zu denselben Bedingungen angelegt wird.
Zur Vermeidung höhere Steuern achte man auf eine jährliche Gutschreibung der Zinsen. Bei ab- und aufgezinsten Banksparbriefen fallen erst zu Vertragsende Steuern für sie an, und zwar für alle Zinsen auf einmal, was ggf. den Sparfreibetrag übersteigt.
Lukrative Alternative zum Banksparbrief ist der Bundesschatzbrief. Sein Vertrag lässt sich nach einem Jahr auflösen. Eine Übertragung auf beliebige andere Personen ist kostenlos möglich. Andere Bundeswertpapiere lassen sich wie Aktien und andere Wertpapiere an einer Börse handeln, was sie flexibel macht.
Die Sicherheit eines Bundesschatzbriefes liegt wohl bei hundert Prozent, denn im Zweifelsfall steht die BRD für ihn ein. Zwar sind bei einigen Banken im Bankrottfall auch alle Einlagen gesichert, doch weisen gerade ausländische oft nur einen Schutz von neunzig Prozent (höchstens zwanzigtausend Euro) auf. Dafür liegen ihre Zinssätze manchmal über denen der Bundeswertpapiere, was das Manko wettmacht. Banksparbriefe lohnen sich also besonders bei kurzer Laufzeit, während der man ggf. einen Prozentpunkt mehr Rendite bekommt als bei staatlichen Sparangeboten. Je länger die Anlagezeit, desto niedriger der Zinsunterschied.



