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Börsennotierte Firmen in Norwegen
Gemischte Gruppen treffen bessere Entscheidungen
Pflicht: mindestens vierzig Prozent Frauen in Aufsichträten
Norwegen verfiel beim Kampf gegen Frauenbenachteiligung auf eine denkwürdige Lösung: Aufsichtsräte von börsennotierten Firmen müssen zu vierzig Prozent mit Frauen besetzt werden.
Feministinnen werden jubeln, doch stellt sich die Frage, ob eine Quote tatsächlich die richtige Lösung ist. Bei einem prüfenden Blick auf die Lage in Norwegen stellt man fest, dass dort Frauen in Blitzkursen zur Aufsichtsrätin geschult wurden. Andere übernahmen mehr als dreißig Mandate gleichzeitig.
Frauen leisten ebenso gute Arbeit wie Männer, das steht außer Frage. Gemischte Aufsichtsräte fällen bessere Entscheidungen als nur von Männern besetzte. Firmen sollte das schöne Geschlecht also durchaus einstellen, sofern sich geeignete Kandidatinnen bei ihnen melden. Doch eben daran hakt es, wie das Beispiel Norwegen zeigt. Eine Stelle auf Teufel komm raus mit einer Frau zu besetzen, bringt dem Unternehmen jedoch vermutlich eher Nachteile als Vorteile. So wünschenswert eine Gleichstellung von Mann und Frau auch wäre, sollte sie doch nicht zu Lasten der Qualität gehen. Statt Unternehmen zu Frauen zu verpflichten, wäre eine stärkere Ausbildung von Frauen angebracht - was Norwegen mit etwas Glück durch seine Quote erreichen wird.



