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Rund um die Geldanlage

Anlagetipps zur Vermehrung der Spargroschen

Hatte man früher mehr Geld, je mehr man arbeitete, so bedienen sich heutige Sparer einer anderen Methode zur Steigerung ihres Vermögens: Sie lassen ihr Geld für sich arbeiten. Anlagen in Aktien, Sparbriefen, Schatzbriefen, Optionsscheinen oder vielen anderen Formen vermehren den eigenen Reichtum kontinuierlich. Hier ein paar Tipps zur Wahl der passenden Vermögensanlage:

Wer seine Anlagen verteilt, kann deutlich ruhiger schlafen, denn das Risiko, alle Gelder gleichzeitig zu verlieren, ist kaum noch gegeben. Man beschränke sich also nicht auf eine Anlageform, indem man z.B. nur Aktien eines einzigen Unternehmens kauft, auch wenn es gerade der aufsteigende Stern des Börsenhimmels ist. Börsennotierte Firmen können, ebenso wie normale, Bankrott werden, so dass der Anteilsbesitzer letztlich ohne eine müden Cent dasteht.
Die Verfügbarkeit zählt (neben Sicherheit und Rendite) zu den Auswahlkriterien der passenden Anlageform. Zudem bedenke man die Steuerpflichtigkeit, weshalb (bei einem bereits ausgefüllten Steuerfreibetrag) Bonuszahlungen für Bankanlageprodukte besser erst im Rentenalter empfangen werden sollten. Zur Wahl der passenden Renten-Anlagestrategie berechne man den künftigen Bedarf, wie auch die Höhe der gesetzlichen Rente.

Damit im Notfall stets genug Geld bereitsteht, lagere man zwei oder drei Monatseinkommen auf einem Tagesgeldkonto ein. Den nächsten Sparstrumpf fülle man mit dem Betraf für einen neuen Wagen oder andere große Anschaffungen. Dazu eignen sich z.B. Bundesschatzbriefe oder Sparverträge, da sie ein geringes Risiko, eine ordentliche Rendite und eine akzeptable Kündigungsfrist aufweisen. Bleibt darüber hinaus noch Geld übrig, wähle man eine Sparform, die die staatlichen Förderungen für vermögenswirksame Leistungen ausnutzt.
Nur "überflüssiges" Geld sollte man in langfristige Sparverträge stecken, denn sonst droht bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit ein finanzieller Absturz. Da mag die Versorgungslücke im Alter, mit denen Versicherungen und Banken ihre Kunden werben, noch so groß sein - wenn kein Geld da ist, muss man das Sparen eben auf später verschieben. Bei der Kündigung eines Vertrages hat der Kunde nämlich einige Verluste in Kauf zu nehmen.

Hohe Rendite geht meist Hand in Hand mit hohem Risiko. Hier hängt es vom eigenen Charakter ab, wie weit man geht, um nachts noch ruhig zu schlafen. Grundsätzlich gilt bei langfristigen Anlagen: Sicherheit vor Risiko.
Das eigene Alter spielt ebenfalls eine Rolle, denn wer als Rentner das Ersparte zum täglichen Leben benötigt, der sollte es nicht in riskante Geschäfte investieren, versprächen sie auch noch so großen Reichtum. Bei Jüngeren fallen Verluste nicht so stark ins Gewicht, denn ihnen bleibt noch ihr ganzes Leben zum Ausgleichen.

Als Fonds wähle man einen, der jahrelang seinen entsprechenden Vergleichsmaßstab übertraf. Eine langfristige Erhöhung des Wertes bietet ein gutes Indiz zur künftigen Entwicklung, doch ist auch dies natürlich keine Garantie.
Fondssparpläne haben den Vorteil, dass jederzeit auf das Geld zurückgegriffen werden kann. Neben der Ratenhöhe lässt sich auch die Fondsauswahl verändern. Zudem erlauben sie auch mal eine Zahlungspause.
Indexfonds, so z.B. mit Abbildung des Dow Jones Euro Stoxx oder des Dax, bringen meist mehr Geld als Fonds, die in Aktien investieren.

Übrigens: Legte man sein Geld erst einmal an, so überprüfe man die Anlagen regelmäßig, um auch weiterhin beste Zinsen zu empfangen. Man spare besser in kleinen Etappen (nicht mehr als fünf bis sieben Jahre) statt in großen. Wer weiß denn schon, was die Zukunft noch alles bringt?

Sicherheit oder Risiko? Kleiner Überblick der Anlagemöglichkeiten

Aktien
Mit dem Kauf einer Aktie erwirbt man einen Anteil des Grundkapitals der Aktiengesellschaft, so dass dem Aktienbesitzer Gewinnansprüche hat. Bei fallendem Kurs trägt er jedoch auch die Verluste. Man lege nur überschüssiges Geld in Aktien ein, dessen Verlust das Überleben nicht bedroht bzw. bei dem eine längerfristige Anlage möglich ist.
Risiko: hoch
Laufzeit: individuell, da die Papiere sich (theoretisch) jederzeit verkaufen lassen
Rendite: kursabhängig, auf lange Sicht die beste aller Vermögensanlagen
Zeitaufwand: Hoch, da Beschäftigung mit dem Aktienmarkt erforderlich. Bei mangelnder Zeit und dem Wunsch nach größerer Sicherheit bietet sich ein Investmentfonds als Alternative an. Hier streuen professioneller Verwalter das Vermögen auf mehrere Anlagen, zur Senkung des Risikos.

Banksparplan
Regelmäßige Einzahlung kleiner Summen. Ähnelt einem Fondssparplan, allerdings mit niedrigerer Rendite. Oft winkt neben den Zinsen ein Bonus, den der Sparer meist zu Ende der Laufzeit erhält.
Risiko: keins

Festgeld
Laufzeit: dreißig, sechzig, neunzig oder hundertachtzig Tage
Fester Zinssatz.

Festverzinsliche Wertpapiere
Fester Zinssatz, festgelegte Laufzeit. Regelmäßige Zinszahlung. Risikolos, absehbare Rendite.
Beispiel: Bundesschatzbrief.

Sparbrief
Einmalige Einzahlung eines festen Betrags. Fester Zinssatz mit normalerweise jährlicher Gutschreibung.
Laufzeit: ein bis zehn Jahre

Möchte man die gesetzliche Rente durch eine Versicherung aufstocken, stehen zwei Möglichkeiten offen:

Kapitallebensversicherung
Regelmäßige Einzahlung, die das Versicherungsunternehmen zum Teil verzinst zu Ende der Vertragslaufzeit auszahlt, zum Teil in den Risikoschutz steckt. Stirbt der Versicherte früh, so bekommen seine Angehörigen die angesparte Summe.

Private Lebensversicherung
Hier hat der Kunde die Wahl zwischen Sofort- und Ansparrente. Bei der Sofortrente zahlt er dem Versicherungsunternehmen einmalig einen Betrag, woraufhin er ab sofort bis zum Tod monatliche Rentenzahlungen empfängt. Bei der Ansparrente zahlt er hingegen regelmäßige Beiträge, die ihm nach Ende der Laufzeit monatliche Zahlungen bescheren. Je länger man lebt, desto mehr hat man von dem Vertrag.

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