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Import der Bundesrepublik
Keine Knappheit metallischer Stoffe
Eisenerz, Rohaluminium, Tantal, Indium, Germanium
Ende der Achtziger schloss der letzte Bergbaubetrieb in Deutschland seine Pforten, so dass das Land seitdem auf Importe angewiesen ist. Fast vierzehn Milliarden Euro fließen jährlich in die Einfuhr metallischer Rohstoffe. Sie strömen aus verschiedenen Ländern in die BRD, sei es in unbearbeiteter oder veredelter Form. In letzterer stammen sie meist aus Europa.
Gerade an Eisenerz benötigt Deutschland große Mengen: 39 Millionen Tonnen jährlich, aus Kanada, Schweden, Brasilien. Von Rohaluminium (Bauxit) hingegen werden 2,4 Millionen Tonnen eingeführt, vier Fünftel davon aus Guinea. Achtzigtausend Tonnen Tantal stehen zudem auf dem Einkaufszettel, meist aus Brasilien und Australien. An Indium führt Deutschland fünfundzwanzig Tonnen ein, an Germanium 23 Tonnen. Sinnigerweise ist Deutschland ("Germanien") der weltweit größte Germaniumverarbeiter.
Viele erschrecken angesichts hoher Preisanstiege. So explodierte der Preis für Erze binnen zwei Jahren um über fünfzig Prozent. Ursache ist der große Rohstoffhunger neuer aufstrebender Staaten, so z.B. Indien und China. Rohstoffknappheit hingegen schuldet nicht an Preiserhöhungen, denn die meisten Industrierohstoffe finden sich auf dieser Erde in ausreichender Menge. Ab und an werden aufgrund zu hoher Nachfrage zwar sicher Lieferengpässe eintreten, doch durch die darauf folgende Preissteigerung werden bislang uninteressante Abbauplätze rentabel. Bergbauunternehmen halten das Angebot jedoch recht knapp, um den Preis zu halten.
Bei Indium und Germanium stoßen die Optimisten jedoch an ihre Grenzen. Sicher werden auch diese Stoffe noch lange genug zur Verfügung stehen, doch sind die bekannten Vorkommen begrenzt. Es fehlt an weiteren Daten zur Berechnung.



