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Pfarrpfründe der badischen Kirchen
Pfründeverwaltung zentral und dezentral
Immobilienbesitz der evangelischen und katholischen Kirche
Nicht nur Privatpersonen haben Sorgen mit ihren Immobilien, auch Geistliche schlagen oft die Hände über dem Kopf zusammen. So viele Sanierungen, so wenig Einkünfte, so stark wachsende Säkularisierung! Da sollten auch Kirchen ihre Verwaltungsart ändern und nicht mehr passiv, sondern aktiv verwalten. Die katholische und evangelische Kirchen Badens gehen als Beispiel voran.
Die evangelische Kirche Baden verwaltet ihre Immobilien dezentral. Die Verwaltung liegt in den Händen der Evangelischen Pfarrpfründestiftung und der Stiftung Pflege Schönau. Spätestens seit der Buchführungsumstellung (kaufmännisches statt kameralistisches System) gewinnen Werthaltigkeit und Wirtschaftlichkeit auch in der Kirche eine stets höhere Bedeutung.
Nun möchte z.B. die evangelische Kirche Freiburg in den nächsten acht Jahren eine zukunftsträchtige, finanziell haltbare Grundlage ihres Immobilienbesitzes schaffen. In Zuge dessen wird vermutlich fast die Hälfte der Büro-, Gemeindezentrum- und Pfarrhausflächen aufgegeben.
Abgesehen von Pfarrheimen und Kirchen kümmert sich die katholische Kirche Badens in Freiburg um ihren gesamten Immobilienbestand. Zuständig: Pfarrpfründestiftung der Erzdiözese. 1136 Pfarrpfründe schlossen sich zu einer Stiftung zusammen.
150 000 Quadratmeter in Gebäuden besitzt die regionale katholische Kirche an Bildungseinrichtungen, Schulen und - natürlich - Kirchen. Diese verschlingen jährlich um die sieben Millionen Euro an Modernisierung und Sanierung: Vier Euro monatlich pro Quadratmeter Verwaltungshaus, 4,30 Euro im Monat pro Quadratmeter Bildungsgebäude, 9,15 Euro monatlich pro Quadratmeter Schule.
Darauf aufbauen entschloss sich die Kirche zu künftigem Management statt bloßem Verwalten. Neben einer höheren Rendite zeigt sich die Umstrukturierung auch in stärkerer Motivation der Angestellten.



