HOME -> News / Blog -> Verbraucherinformation
Gesetz zur Information der Verbraucher
Kritik am Weg über die Behörden
Auskünfte über Pestizide, Gammelfleisch und andere Schädlichkeiten
Sechs Jahre bastelten die Politiker am Verbraucherinformationsgesetz (VIG), bis es nun in Kraft trat. Offensichtlich kam dabei jedoch hauptsächlich Murks heraus, wie die Kritik zahlreicher Organisationen verdeutlicht.
Das Gesetz gewährt Verbrauchern das Recht auf Produktinformationen, so z.B. über Lebens- und Putzmittel, Kosmetik, Getränke. Fragen richten sich an Behörden, die die Bürger überdies bei Gesundheitsgefahren, Rückrufaktionen oder Rechtsbrüchen in Kenntnis setzen. In einigen Jahren wird das Gesetz auf Tauglichkeit überprüft.
Problem an der Sache ist, dass viele Produkte und Dienstleistungen im Gesetz außer Acht gelassen wurden. Zudem erschwert die Antragsstellung eine rasche, kurze Nachfrage. Bürger stehen vor der Aufgabe, sich den Zuständigen zu suchen und sich dann bei ihm schlau zu machen. Ämter müssen erst bei akuter Gesundheitsgefahr warnen.
Warum sorgten die Gesetzgeber nicht dafür, dass die Informationen in jedem Geschäft ausliegen? Warum der aufwendige, kostenspielige Weg über Ämter? Wie´s scheint, legt die Regelung Verbrauchern eher Steine in den Weg, als diese auszuräumen …
Übrigens: Mit der Antragsstellung bitte man zudem um Benachrichtigung bei Erreichen einer bestimmten Kostenhöhe, um die Gebühren nicht ausufern zu lassen.



