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Klimaschutz an Gebäuden
Pflicht zur Umweltfreundlichkeit
Erneuerbare Energien in jedem Haus
Endlich, nach Jahrhunderten der Gedankenlosigkeit, macht sich die Bevölkerung reicher Nationen Gedanken zum Klimaschutz. Dabei sucht natürlich auch die Bundesrepublik ihren Bürgern den Umweltschutz nahezubringen: Vierzehn neue Regelungen sollen den Kohlendioxidausstoß in den nächsten zwölf Jahren um vierzig Prozent senken (gemessen am Ausstoß 1990).
Diese Neuerungen betreffen hauptsächlich ältere Immobilien (Ausnahme: denkmalgeschützte und solche mit baldigem Rückbau). Drei Viertel der 17,3 Millionen deutschen Wohngebäude entstanden vor 1979, d.h. vor der ersten Wärmeschutzverordnung.
Modernisierte man ein solches Haus nach der aktuellen Energieeinsparverordnung, so brächte dies eine Ersparnis von neunzig Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Bei niedrighausüblicher Dämmung sänke der Verbrauch um hundertzehn Kilowattstunden, bei Passivhauselementen gar um 135 Kilowattstunden.
Dennoch zögern viele Immobilienbesitzer vor Modernisierungen, meist aus Kostengründen. Hohe Investitionen, die erst nach langen Jahren wieder reinkommen, schrecken Eigentümer ab, während Mieter sich vor steigender Miete fürchten. Vermieter haben nämlich die Chance, als Jahresmiete elf Prozent der umlegbaren Investitionen mehr zu verlangen.
Man bedenke jedoch: Oft lohnt sich bei alten Häusern eine Sanierung nicht mehr, besonders bei Gewerbe- und Wirtschaftsbauten. In dem Fall wären Abriss und Neubau angebrachter, wobei man auch veränderte technische Ansprüche berücksichtige.
Baden-Württembergische Häuslebauer hingegen erwartet die Auflage, bei ihrem Neubau erneuerbare Energien einzubringen. Für welche Technik man sich dabei entscheidet, spielt keine Rolle. Erfreulicherweise bietet die Wärmegewinnung eine breite Palette zur Auswahl.
Wünscht man sich Solarkollektoren, so haben diese mindestens vier Prozent der Gebäudenutzfläche zu bedecken. Geothermie und Biomasse müssen für über fünfzig Prozent der Wärmeenergie sorgen, was zwar an sich keine Schwierigkeit darstellt, doch greifen Hausbesitzer für Erdwärmepumpen oder Heizkessel für Holzpellets ganz schön tief in die Tasche.
Wer sich für keine Technologie entscheiden kann, dem steht es offen, stattdessen eine Spitzenwärmedämmung einzubauen. Sie muss ungeachtet der verwendeten Anlage funktionieren und auf Dauer die Heizkosten senken. Faustregel: Primärenergiebedarf und Gebäudehüllen-Wärmeverlust betragen mindestens fünfzehn Prozent weniger als die gesetzliche Vorschrift.



