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Abhängig vom Reich der Mitte
Enorme Wirtschafsbedeutung
Wirtschaftslage zwischen den USA und dem roten Drachen
Menschenrechtsanhänger aus aller Welt fordern ihre Regierungen zum offenen Protest auf: Industrieländer sollten den chinesischen Grausamkeiten endlich einen Riegel vorschieben, sollten den KP-Führern zeigen, dass ihre Taten keine Akzeptanz finden. Doch Wunder über Wunder - bedeutende Politiker heucheln zwar Besorgnis und Trauer, buckeln jedoch gleichzeitig vor Chinas Regierung. Man darf nicht erwarten, dass sie die Führer tatsächlich in den Senkel stellen werden.
Laien ist das Regierungsverhalten unverständlich, doch wer sich ein wenig mit Wirtschaft beschäftigt, findet rasch den Grund. Allzu offensichtlich ist die Abhängigkeit Europas, Russlands und den USA vom Reich der Mitte.
Binnen zwei Jahrzehnten schuf sich China mit Unterstützung westlicher Investoren einen florierenden Warenexport, denn Billigarbeiter, fehlender Umwelt- und Arbeiterschutz, eine gute Infrastruktur und vieles mehr locken stetig mehr Fabrikaten an. Wen interessieren soziale Probleme, wenn sich auf Kosten der Armen doch eine so billige Wirtschaft aufbauen lässt?
Milliarden Dollar gab Chinas Regierung für US-amerikanische Regierungsanleihen aus, so dass sie nach Japan der größte Gläubiger Washingtons ist. Ein Hauptteil des amerikanischen Konsums finanzierte Peking, das sich wiederum über die hohe Nachfrage nach billigen Produkten freute. Die USA wurde in die Abhängigkeit gedrängt. Wer ein wenig Phantasie besitzt, stelle sich vor, Peking verkaufte viele dieser Staatsanleihen und investierte den Erlös in Euros - ein plötzlicher Dollar-Wertabfall wäre die Folge, die Amerikaner sähen sich teuren japanischen und europäischen Waren gegenüber, die Preise stiegen, die Inflation ebenfalls, von der Wirtschaftskrise gar nicht zu reden … Dabei wäre natürlich auch Europa arg betroffen.



