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Teure Nummern
Tarifansage auch bei SMS
Neue Gesetze zu Telefonnummern: 0900, 0137, 0180 …
Telefonieren kann teuer werden, was man manchmal erst bei Erhalt der Telefonrechnung erfährt. Damit Verbraucher nicht allzu sehr auf teure Telefonnummern hereinfallen, unterstehen Telefondienstleister künftig gewissen Pflichten.
Informationsdienste geben die Kosten für einen Anruf bislang nur in der Werbung an. Übersteigen sie zwei Euro pro Minute, so haben sie diese auch zu Gesprächsbeginn zu nennen. Diese Tarifansage erfolgt auch bei Weitervermittlung des Telefonats und bei 118- bzw. 012-Nummern.
Gewinnspielnummern und solche zu Televotings (beginnen mit 0137) erwähnen die Gesprächskosten erst bei Ende des Anrufs.
Verstößt der Anbieter gegen das Ansagegesetz, so hat der Anrufer nichts zu berappen - sofern er beweist, dass die Ansage fehlte.
Kosten für 0180-Nummern werden weiterhin nur in der Werbung angesagt. Sie verschlingen höchstens zwanzig Cent pro Minute aus dem Festnetz der Telekom.
Durften mit 0900 beginnende Nummern (Wahrsager, Anwälte, Erotik …) ihren Anrufern bislang nur zwei Euro pro Minute abknöpfen, so stehen ihnen künftig drei Euro zu. Nach sechzig Minuten erfolgt eine automatische Trennung der Verbindung. Errechnet man den Preis nicht nach Minuten, so stehen dem Dienstleister höchstens dreißig Euro zu.
Übersteigt der Preis für eine Premium-SMS (Wetter, Staunachrichten, Klingeltöne …) mehr als zwei Euro, so wird der Kunde zunächst durch eine SMS darüber in Kenntnis gesetzt. Diese hat er zu bestätigen.
Erreicht der Monatsbetrag eines Abos zwanzig Euro, so wird der Kunde nach Wunsch kostenlos davon benachrichtigt. Eine Kündigung des Abos ist innerhalb eines Monats mit einer einwöchentlichen Frist möglich.



