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Bestandsimmobilie statt Neubau
Nachfrage an bestehenden Gebäuden
Auf Grundlage einer Studie der Landesbausparkassen und Sparkassen hoffen Fachleute auf einen Wandel des deutschen Wohnungsmarktes. Anscheinend steigt das Interesse an gebrauchten -Eigenheimen bzw. -Eigentumswohnungen deutlich, was auch die Preise in die Höhe treibt. Noch scheinen kaum neue Häuser zur Erweiterung des Angebots im Bau.
Nach wie vor bestimmen verschiedene Faktoren die Preise. Faustregel ist, dass ein hoher Wohlstand auch hohe Preise nach sich zieht. In wirtschaftlich starken Gebieten sinkt das Wohnungsangebot; in strukturschwachen Regionen findet sich jedoch noch immer das bekannte Bild: Mangelhafte Immobilien stehen leer, attraktive, erschwingliche Gebäude dagegen sind gefragt.
Gebrauchte Einfamilienhäuser sind der Hit auf der Nachfrageliste. Die Preise schwanken je nach Region; so kostet das durchschnittliche Eigenheim in München z.B. 650 000 Euro, in Düsseldorf dagegen 200 000 Euro weniger. Bremen lockt mit 220 000 Euro.
Nachfrage und Neubau von Reihenhäusern sinken. Nach Meinung der Experten liegt dies an der gestrichenen Eigenheimzulage, denn die Preise können kaum schuld sein: Neue Reihenimmobilien in großen bzw. mittleren westdeutschen Städten kosten um die 200 000 Euro, in Ost- und Norddeutschland dagegen nur 130 000 bis 160 000 Euro.
Bereits bestehende Reihenhäuser, in der Regel zehn bis zwanzig Prozent günstiger als Neubauten, sind allerdings wieder im Kommen.
Tipps zum Hauskauf - Besichtigung und Nachforschung
Vor dem Kauf eines Gebäudes bzw. einer Wohnung gilt es einiges zu beachten. So erkundige man sich nach Baujahr, Grundriss und Energieausweis. Zudem besichtige man das Haus (unverbindlich und kostenlos!) ausgiebig, ohne Zeitdruck (am besten tagsüber, wegen des Lichtes). Dabei achte man auf möglichst alles: Heizung, Fenster, Dach, Fassade ... Feuchte Stellen und muffiger Geruch deuten z.B. auf Schimmel hin.
Beim Wohnungskauf besichtige man natürlich auch Gemeinschaftsräume (Waschküche, Heizungsraum …).
Bei einer zweiten Besichtigung nehme man einen Fachmann mit, der auf Bauschäden und möglichen Sanierungsbedarf hinweist (z.B. Asbest). Man erteile ihm den Prüfungsauftrag schriftlich, da er dann im Falle später entdeckter Schäden ggf. haftet.
Im Grundbuch findet man Angaben über Hypothekenbelastung, Eigentumsverhältnisse, Wegerechte, Vorkaufsrechte ... Einen Blick lohnt auch das Baulastenverzeichnis, das über Bebauungsverbote Aufschluss gibt. Diese verhindern z.B. einen Um- oder Anbau.
Eine Nachfrage beim Tiefbau- und Wasserwirtschaftsamt verrät den durchschnittlichen Grundwasserpegel der letzten Jahre auf dem Grundstück.



