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Nutzung von Brachflächen
Kürzere Ausschreibung von Bauland
Brachennutzung statt Bau auf unberührter Wiese
Beobachtete man in den vergangenen Jahren oder Jahrzehnten seine Umgebung, so fiel deutlich auf, welch große Flächen zum Bau von Häusern oder Straßen verschwanden. Um die 112 Hektar am Tag verschlingen in der Bundesrepublik Siedlung und Verkehr.
Dies soll sich ändern, denn Vater Staat will diese Zahl bis 2020 auf dreißig Hektar am Tag drücken.
Hier setzt die Überlegung einer verstärkten Nutzung von Brachflächen an. Das Wachstum der Städte soll auch weiterhin gefördert werden, ohne jedoch noch mehr Ressourcen zu verschlingen. Erst kürzlich besprachen internationale Experten die Problematik in der Tagung "Flächenmanagement und Liegenschaftsrecycling".
Weitere Maßnahmen sind Nachverdichtung sowie die Nutzung von Baulücken.
Die Kostenfrage erschwert jedoch die Brachflächennutzung, denn solange der Neubau auf bislang unberührter Wiese weniger kostet, wird kaum ein Häuslebauer auf die Brachfläche zurückgreifen.
Stuttgart wirkt dem entgegen, indem die Verantwortlichen die neuen Bauflächen stark reduzierten.
Die Stadt-Umland-Wanderung, wie sie dort schon lange stattfindet, soll durch Zusammenarbeit der nahen Gemeinden gebremst werden. Diese hätten zur nachhaltigen Flächenreduzierung ebenfalls nur wenig neues Bauland auszuschreiben.
Die erneute Nutzung von Brachflächen ermöglicht eine gesunde Mischung aus Wohnen, Freizeit, Arbeiten und Versorgung innerhalb der Stadt, wie bisherige Bauten zeigten.
Dies erfordert natürlich kompetente Planung. Bei Brachennutzung tritt meist das städtebauliche Projektmanagement auf den Plan, das aus Projektentwicklung, städtebaulicher Planung, Flächenmanagement und Revitalisierungsmanagement besteht.
Vermehrt übernehmen das Projektmanagement externe Spezialisten, welche nicht nur Erfahrung mitbringen, sondern oft auch das wirtschaftliche Risiko tragen.



