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Individualität bei Anlageformen
Geldanlage - sicher oder mit hoher Rendite?
Bei den zahlreichen Angeboten zur Geldanlage verliert ein Laie rasch den Überblick. Von allen Seiten möchten ihn Versicherer, Banken, Spekulanten dazu überreden, ihnen möglichst viel seines Vermögens zu überlassen. Sie werben dabei mit hoher Rendite und Liquidität, völliger Sicherheit und keinen Steuern. Diese Vorteile schwanken jedoch je nach Anlageprodukt, denn keins kann sie alle erfüllen. Möchte einem doch jemand weismachen, er könne alle Vorzüge vereinen, sei man auf der Hut.
Für welche Geldanlage man sich entscheidet, hängt von vielen Faktoren ab. Es gibt keine Ideallösung für alle, da jedes Leben anders verläuft und jeder Wert auf andere Dinge legt. In jungen Jahren greift man z.B. gern zu Aktien, während sich mancher Rentner lieber nach Sicherheit sehnt. Dafür nimmt er auch eine geringere Rendite in Kauf.
Von Fonds und privater Rentenversicherung
Der Markt privater Rentenversicherungen scheint zur Zeit zu boomen, da sich immer mehr Bundesbürger um ihre Rente sorgen. Leider bietet diese Anlageform neben dem Vorteil der Sicherheit und Überschaubarkeit auch einige Nachteile, denn bei frühem Tod schluckt die Versicherungsgesellschaft das Vermögen. Zudem hat man an diese etliche Verwaltungskosten zu zahlen, was den Gewinn natürlich schmälert.
Wem die Rendite von Rentenversicherungen oder Banksparplänen zu mager ausfällt, investiert gern in einen Fonds. Diese erfordern jedoch eine höhere Risikobereitschaft, da ihr Wert stark sinken kann. Zudem handeln sie oft nach Kriterien, die hinsichtlich der Menschenrechte oder des Umweltschutzes unvertretbar sind.
Geldmarktfonds investieren fast nur in Geldmarkttitel oder liquide Wertpapiere mit kurzen Laufzeiten. Sie bieten zwar Sicherheit, jedoch kaum Zinsen, weshalb man ihnen nicht sein ganzes Vermögen anvertraue.
Man achte darauf, nicht das ganze Vermögen fest einzubinden. Bei unerwarteten Ereignissen, sollte man auf ein ausreichendes Polster zurückgreifen können. Zwei oder drei Monatseinkünfte lege man für kleinere Notfälle beiseite, so z.B. einen kaputten Kühlschrank. Einen anderen Sparstrumpf häkele man für größere Notfälle (neues Auto etc), wozu sich mittelfristige Anlagen wie z.B. Bundesschatzbriefe anbieten.
Möchte man also Geld anlegen, so prüfe man, wie viel tatsächlich regelmäßig zur Verfügung steht. Hat man nämlich erst einmal einen Festvertrag mit jahrzehntelanger Laufzeit abgeschlossen, fällt es oft schwer, ohne hohe Zusatzkosten an das Geld zu kommen.
Generell gilt, nicht alles in eine Geldanlagen zu investieren. Bei der Beratung helfen Fachleute, doch Vorsicht: Sucht der Berater bereits im ersten Satz sein eigenes Produkt zu verkaufen, ist man wohl an der falschen Adresse.



