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Altbau und Neubau im Vergleich

Vorteile von Kauf oder Bau des Eigenheims

Kauf einer Bestandsimmobilie statt langwierigen Neubau

Der Altbau, auch Bestandsimmobilie genannt, bietet dem Betrachter einen eigenen Charme, den Neubau im Laufe der Jahre noch entwickeln muss. So besteht die Infrastruktur meist schon, die Nachbarn sind bekannt und der Garten ist bereits grün und gepflegt.
Jedoch hat der Käufer seine Blicke auch auf die Risiken eines alten Hauses zu richten, da er keine Gewährleistung erhält und sich auf einen hohen Reparaturbedarf bzw. Modernisierungsaufwand einstellen kann. Bleihaltige Leitungen, schimmlige Keller, mangelnde Isolierung und einiges mehr kann auf den Käufer warten, weshalb dieser einen Sachverständigen um Rat bitten sollte.
Der Fachmann, oft auch ein Architekt oder Energieberater, gibt Mutmaßungen über die künftige Entwicklung des Gebäudes ab.

Vorsicht sei im Bereich Energiekosten angeraten, denn Heizkessel aus den Jahren vor 1978 haben beim Besitzerwechsel gewechselt zu werden. Möglicherweise wird auch eine Nachrüstung von Heizungsanlage und Heizkörpern nötig, weshalb Käufer eines Altbaus mit etwa fünfzehn Prozent des Verkehrswertes für Instandsetzung sowie Renovierung rechnen können.

Diese Kosten sind beim Neubau von Anfang an dabei, so dass der Käufer in den ersten zwanzig Jahren vermutlich ohne großartige Renovierungen bzw. Sanierungen auskommt – jedenfalls, wenn die Handwerker alle Arbeiten ordnungsgemäß ausführten, was leider nicht immer der Fall ist.
Die Elektroeinrichtungen und Sanitäreinrichtungen wurden nach dem neuesten Stand der Technik ausgewählt, was die laufenden Kosten niedrig hält; außerdem hat der Bauherr großen Einfluss auf die Baumaterialien.
Im Normalfall sind die Kosten kalkulierbar.

Die Vorteile liegen natürlich in der individuellen Gestaltung, da der Architekt Größe, Flächenaufteilung, Anzahl der Räume genau auf die Wünsche des Bauherrn abstimmt.

Der Bauherr hat eine Absicherung durch Gewährleistungsfristen des Bauträgers, jedoch ist hier große Vorsicht geboten: Viele Baufirmen oder Bauträger mogeln sich sehr geschickt durch Hintertürchen und Schleichwege wieder aus dem Vertrag hinaus!
So wird z.B. die Terrasse mit Fliesen gedeckt, die für den Außenbereich gar nicht zulässig sind, da sie schnell Wasser saugen. Der Laie merkt dies erst in ein paar Jahren, wenn er durch Risse und andere Schäden mit der Nase darauf gestoßen wird, doch dann kann die Gewährleistungsfrist bereits abgelaufen sein.

Die Entscheidung zum Neubau sollte also nicht zu überhastet fallen.
Zunächst hat das Grundstück den Anforderungen und Wünschen zu entsprechen. Augenmerk sollte dabei auf dem örtlichen Bebauungsplan liegen, denn oft verwandelt sich die ehemals grüne Wiese in ein paar Jahren in ein ausuferndes, graues Neubaugebiet.
Arbeitsplatz, Kindergarten, Schule, Doktor, Bank sowie Behörden sollten nicht zu weit entfernt bzw. mit Bus und Bahn schnell erreichbar sein.

So viele Vorteile der Neubau auch mit sich bringt, existieren dennoch auch Altbauten, die sich mit relativ geringem Aufwand und nicht zu hohen Kosten top in Schuß bringen lassen.
Zudem werden viele Altbauten von ihren Besitzern regelmäßig gepflegt, so dass keine großartigen Sanierungen anfallen.
In diesem Fall bietet der Kauf eines alten Hauses statt dem Bau eines neuen dem Interessenten ebenfalls viele Vorteile und eine große Erleichterung, denn: Das Haus steht schon und muss nicht erst während langer Kämpfe mit den Handwerkern und dem Architekten aus dem Boden gestampft werden.

Tipps zum Kauf eines Altbaus
Man erkundige sich beim Besitzer nach der Vergangenheit des Hauses. Angaben zu bisherigen Schäden, so z.B. Rohrschäden, Holzbockbefall u.a. lasse man sich am besten schriftlich geben.
Was wurde wann erneuert oder repariert? Welche Modernisierungen oder Reparaturen fallen in naher Zukunft an? Wer übernimmt diese Arbeiten, wer bezahlt sie?
Angeraten seien Fotos des Hauses, um später Vergleiche ziehen zu können.

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