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Investition in die Zukunft: Immobilien
Eigenheim statt Rente
Altersvorsorge durch Hauskauf
Die Altersvorsorge will bereits in jungen Jahren wohlüberlegt sein, da die Entscheidung für Rente oder eine andere Anlageform in der Hand jedes Einzelnen liegt.
Besonders Immobilien geraten momentan verstärkt in den Blickpunkt der Altersvorsorger, denn die augenblicklichen Bauzinsen und Baukosten eröffnen eine gute Investitionsmöglichkeit.
Offenbar wiegen sich nur noch fünfzehn Prozent der Bundesbürger in der Sicherheit ihrer gesetzlichen Rente; die anderen begannen durch die vielen Diskussionen über mögliche Änderungen zu zweifeln.
Etwa ein Drittel vertraut der persönlichen Lebensversicherung, was drei Prozent weniger als vor vier Jahren ausmacht, denn auch hier säten viele Debatten Mißtrauen.
Der eindeutigen Mehrheit, nämlich 77 Prozent, scheint dagegen eine selbst genutzte Immobilie das beste Mittel zur Altersvorsorge, denn schließlich sorgte das eigene Heim im letzten Vierteljahrhundert für eine jährliche Rendite von etwas weniger als acht Prozent.
Wen wundert es da noch, dass über die Hälfte der Mieter den Wunsch nach einem Eigenheim hegen: 92 Prozent im Alter von achtzehn bis vierundzwanzig, 95 Prozent im Alter von fünfundzwanzig dreißig, 68 Prozent im Alter von dreißig bis vierundvierzig und etwa die Hälfte im Alter von fünfundvierzig bis 59 möchten hinsichtlich der Wohnung ihr eigener Chef sein.
Immobilien sind wertbeständige Anlagen, die oft auch eine Inflation ausgleichen.
Normalerweise ist die Immobilie mit Erreichen des Rentenalters abbezahlt, was Unabhängigkeit, eine erhöhte Lebensqualität sowie Geld in Form der gesparten Miete gewährt. Diese Freiheit ist besonders für Frauen ein Faktor, den es zu beachten gilt! Leben sie auch im Alter noch mit dem Partner zusammen, sinkt ihr Lebensstandard meist nicht; jedoch sind alte Frauen häufiger von Armut bedroht als Männer, denn durch ein niedrigeres Einkommen, kürzere Arbeitszeiten, Erziehungsurlaub oder ganztägige Kindeserziehung beträgt ihr Alterseinkommen im Schnitt nur 483 monatliche Euro.
Im Todesfall des Mannes empfängt die Ehefrau zwar 55 bis sechzig Prozent der Rente des Ehepartners, aber je mehr sie für die Miete ausgibt, desto weniger hat sie zum Leben.
Bei 50 000 Euro Startkapital, sorgten die verschiedenen Anlageformen in der Zeit 1970 bis 2004 für die folgende jährliche Durchschnittsrendite:
Einfamilienhaus: 7,38 Prozent
Aktien: 8,31 Prozent
Festverzinslichen Wertpapiere: 7,36 Prozent
Gold: 4,68 Prozent
Sparbuch: 4,13 Prozent
Übrigens: Auch die Riesterrente fördert den Erwerb einer Immobilie! Durch die „Zwischenentnahme“ kann der Versicherte das gesparte Geld nutzen, indem er sich selbst einen zinslosen Kredit zwischen zehntausend und fünfzigtausend Euro vergibt. Das Kapital hat jedoch spätestens bis zum Alter von 65 in monatlichen Raten in gleicher Höhe zurückgezahlt sein, was in finanzielle Probleme stellen könnte.
Diese Methode senkt die Privatrente zwar ein wenig, aber dafür ist die Immobilie allerdings rascher schuldenfrei und die Finanzierung teilweise zinslos.
Die Zwischenentnahme lohnt sich im Falle eines Darlehenszinsen über acht Prozent jährlich sowie eines Sparvertrages mit geringer Rendite.
Man beachte allerdings: Häufig lohnt sich ein eigenes Haus als Altersvorsorge nur, wenn es bis zum Renteneintritt abbezahlt ist. Zudem kann es im Alter auch zur Belastung werden, wenn es nach dem Auszug der Kinder plötzlich für das Ehepaar zu groß ist oder man ins Altersheim umzieht. Dann steht oft ein mühevoller Verkauf an.
Gewarnt wird auch vor der Tilgungsfalle. Je höher die monatlichen Raten ausfallen, desto rascher ist das Haus schuldenfrei. Hier überschätzt man gerne mal seine finanziellen Möglichkeiten. Je später man mit dem Kauf oder Bau beginnt, desto schwieriger wird es, das Gebäude vor der Rente abzubezahlen.



