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Kartellverfahren für Sparkassen und Genossenschaftsbanken
Untersuchung durch Europäische Union
Kritik an europäischen Bankinstituten
Erneut greift die Kommission der Europäischen Union die deutschen Banken an, so dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken mit einem Kartellverfahren zu rechnen haben: Eine Kooperation großer Unternehmen verhindere möglicherweise eine Konkurrenz sowie die Gründung neuer Bankinstitute
Dieser Angriff wird in der Politik für einiges Aufsehen sorgen, schließlich ist die Bundesrepublik momentan Hüter der EU-Amtsgeschäfte.
Die Europäische Union durch den Mund von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes wirft dem europäischen Banksektor vor, in vielen EU-Ländern die Kunden übers Ohr zu hauen, so z.B. durch überteuerte Kreditkartengebühren, Schwierigkeiten beim Kontowechsel und Abzockangebote.
Oft zwängen Banken Kreditnehmer zu einer Kontoeröffnung oder einer Versicherung; ferner koste die Benutzung der selben Kreditkarte in einigen Mitgliedsländern über drei Mal mehr als in anderen.
Auch von Seiten der BEUC (europäische Verbraucherschutzverband) kam Kritik.
Offenbar verlangen Franzosen für einen Kontowechsel teilweise über dreihundert Euro; in Italien benötigen die Formalitäten manchmal über zwei Monate und deutsche Banken fordern bei einem hohen Kredit meist eine Kreditversicherung, welche die Kosten um knapp ein Drittel erhöht.
Bezüglich der Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken startet die EU eine genauere Wettbewerbsuntersuchung, die gegebenenfalls in einem Verfahren endet.
Der enge Zusammenhalt dieser Institute könne "den Wettbewerb beschränken und den Eintritt neuer Marktteilnehmer verhindern", so die Wettbewerbskommissarin, der von Seiten des Sparkassenverbandes Branchenunkenntnis vorgeworfen wurde.



